Was ist Chirotherapie?
Die Wirbelsäule besteht aus sieben Halswirbeln, zwölf Brustwir-
beln, fünf Lendenwirbeln sowie aus Kreuz- und Steißbein. Insbe-
sondere bei den kleinen Wirbelgelenken können Blockierungen
auftreten, die nach einiger Zeit Schmerzen und Beschwerden
verursachen. Eine Gelenkblockierung muss man sich wie eine
Schublade vorstellen, die sich leicht verkantet hat und nicht mehr
glatt auf- und zugemacht werden kann.
Blockierungen gibt es natürlich nicht nur an der Wirbelsäule, son-
dern auch an allen übrigen Gelenken. Manchmal bestehen solche
Blockierungen unerkannt über einen langen Zeitraum.
Sie werden
durch manuelle Untersuchungstechniken erkennbar. Blockierun-
gen können durch einseitige Belastungen, Fehlhaltungen, Stürze
und sogar durch innere Erkrankungen verursacht werden.
Die Chirotherapie gliedert sich in mehre Abschnitte:
• Lagerung, meist Rücken- oder Seitlagerung, mitunter auch
Stehen oder Sitzen.
• Kontaktaufnahme, mit den Händen wird Kontakt mit dem blockier-
ten Abschnitt an der Wirbelsäule oder dem Gelenk aufgenommen
und dann ein Spannungszustand in diesem Bereich erzeugt.
• Probezug - vor dem eigentlichen Impuls wird mit einem Probezug
erfühlt, welche Richtung die Auflösung der Blockierung ermöglicht.
• Impulse - der abschließende Impuls nach dem Probezug erfolgt
zumeist kurz und rasch. Dieses Manöver kann - muss aber nicht -
von einem Knacken begleitet werden. Nach Beseitigung der
Blockade ist eine weitere Behandlung sinnvoll, um Rückfälle zu
vermeiden. Besonders muskelkräftigende und die Koordination
verbessernde physiotherapeutische Maßnahmen sind sinnvoll.
Daran schließen sich aktive sportliche Betätigungen an, die dem
weiteren Muskelaufbau dienen. Denn nur eine ausreichend kräfti-
ge Muskulatur kann die Wirbelsäule halten, stützen und entlasten.
Man spricht geradezu vom muskulären Korsett.
Als Beispiele für Beschwerden, deren Ursachen in Blockierungen
der Wirbelsäule liegen, können angeführt werden:
• Kopfschmerzen
• Dreh- und Lagerungsschwindel
• Hörstörungen und Ohrgeräusche (Tinnitus)
• fortgeleitete Beschwerden in die Schulter und
das Ellenbogengelenk (z. B. Tennisellbogen)
• Hüftbeschwerden
• Schmerzen am Oberschenkel
• unklare Bein- oder Kniebeschwerden, Kniegelenke
• Fußbeschwerden, insbesondere Fersenschmerzen









