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Ärztliche Ratschläge zum "Gutgehen"
nach Fußoperationen

Im Anschluss an jede Fußoperation ist nach heutigem Verständnis
die funktionelle Behandlung ein wichtiger Bestandteil. Daher sind
bei uns ruhig stellende Verbände, Gipsschienen und dergleichen
nicht mehr in Gebrauch.
In der Regel können sofort offene Schuhe oder Sandalen mit Klett-
verschluss getragen werden, die sich so einstellen lassen, dass der
angelegte Verband nicht hinderlich ist. Der Verband soll anfangs
regelmäßig vom Arzt gewechselt werden, wobei in den meisten Fäl-
len bereits nachwenigen Tagen die Wunde trocken ist. Anfängliche
Blutaustritte oder Sekretabsonderungen kommen vor, sind aber nor-
malerweise unbedenklich.

Blutverdünnende Medikamente (Heparinspritzen) zur Vorbeugung
von Thrombosen geben wir üblicherweise für die ersten 5 – 7 Tage.
Die nach der Operation mehr oder weniger starke Weichteilschwel-
lung wird durch Hochlagerung, Eisbehandlung, Bewegungsübun-
gen der Fuß - und Zehengelenke - soweit dies möglich ist – und
Lymphdrainagen behandelt. Soweit erforderlich, können abschwel-
lende Medikamente, Enzyme oder Arnika Globuli zusätzlich einge-
nommen werden. Sogenannte NSAR, z.B. Diclofenac, sollten nur für
wenige Tage verabreicht werden, da sie die knöcherne Heilung bremsen.

Nach der Operation nach Stoffella ist in aller Regel eine sofortige
Vollbelastung des Fußes möglich. Bereits in den ersten Tagen kann
mit dem Abrollen über die Großzehe begonnen werden. Dadurch
wird die knöcherne Heilung des bei der Operation kontrolliert durch-
trennten und mit der DC-Spange stabil in Korrekturstellung zusam-
mengesetzten Mittelfußknochens gefördert. Zusätzlich wird der Ver-
narbungsbildung am Großzehengrundgelenk (GZGG) entgegen-
gewirkt. Dies ist in Verbindung mit der Krankengymnastik die sicher-
ste Maßnahme zur Verhinderung einer Arthrofibrose (Gelenk-
einsteifung).

Da der operative Eingriff nicht nur aus einer Knochenkorrektur be-
steht, sondern auch eine sogenannte Weichteilbalancierung statt-
findet (Neuordnung der Sehnen- und Kapselzugkräfte), muss hier
eine Bandage die Zehe sichern. Diese soll 6 Wochen lang Tag und
Nacht mit der vom Arzt gezeigten Spannung angelegt bleiben. Nur
zur Körperpflege darf die Bandage abgenommen werden. Nach Ab-
schwellung können auch geschlossene Bequemschuhe getragen
werden. Die Fäden werden nach 2 Wochen gezogen, die Metall-
entfernung erfolgt nach ca. 3 – 6 Monaten.
Meist können nach wenigen Tagen wieder viele Tätigkeiten durch-
geführtwerden, wobei längeres Stehen noch zu vermeiden ist. Auto-
fahren ist oft ab der 2. Woche möglich. Ca. 70% unserer Patienten
kehren innerhalb von 3 – 4 Wochen an ihren Arbeitsplatz zurück.

Bei Hammer- und Krallenzehenoperationen wird ein dünner Me-
tallstift in die Zehe eingebracht, der nach 6 Wochen problemlos in
örtlicher Betäubung entfernt wird. Durch diesen Stift sollte die Ze-
henfunktion nicht beeinträchtigt werden. Es kann normal abgerollt
werden.

Nur bei gelenkversteifenden Eingriffen (GZGG-Arthrodese oder La-
pidus-Operation
) und bei Resektionsarthroplastiken des GZGG wird
für einige Wochen das Tragen eines Vorfußentlastungsschuhs erfor-
derlich. Die meisten Patienten benötigen für wenige Tage Gehstüt-
zen, bis sie sich sicher mit diesem Spezialschuh bewegen können. Starke Schmerzen sind bei richtiger Begleit- und Nachbehandlung
eine große Seltenheit. Leichtere Beschwerden mit abklingender Tendenz innerhalb der ersten Wochen sind kein Grund zur Beun-
ruhigung. Im Zweifelsfall sollte immer der behandelnde Arzt befragt werden.


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Fusschirurgie

Hallux Valgus
   Neues OP-Verfahren ermöglicht eine frühe Vollbelastung nach
   der Korrektur der Ballenfehlstellung der Großzehe
Korrektur von Ballen-, Hammer- und Krallenzehen
Behandlung von Fersensporn
GZGG-Arthrodese oder Lapidus-Operation
Achillessehne
Haglund-Ferse
Morbus Ledderhose
Morton-Neurom
Tarsaltunnelsyndrom
Ärztliche Ratschläge für die Zeit nach einer Fuss-Operation





Mit folgenden Übungen kann die Wieder-
herstellung der schmerzfreien Funktion
des Fußes unterstützt werden:

Fußgymnastik: Dabei erfolgen Anspannungs-
und Entspannungsübungen der Fußmuskeln,
am besten barfuss. Schmerzen sollten nicht
auftreten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Physio-
therapeuten.

Bewegungen im Sprunggelenk im Sitzen und
im Liegen, Kreisen des Fußes und Anspann-
übungen der Wadenmuskeln fördern den Blut-
und Lymphabfluss, wirken der Entstehung von
Thrombosen entgegen und tragen zur Wieder-
herstellung  koordinierter Bewegungsabläufe bei.

Ballübungen: Benützen Sie einen Igel- oder
Noppenball. Zur Not tut es jedoch auch ein
Tennisball. Rollübungen unter der Fußsohle
und Greifübungen mit den Zehen verbessern
die Beweglichkeit der Fuß- und Zehengelenke,
stimulieren Reflexzonen des Fußes und fördern
Durchblutung und Abschwellung. Die Übung
kann mehrfach täglich im Stehen und im Sitzen
ausgeführt werden.



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