Die Bioprothese – Neue Möglichkeiten
zur Gelenk-
erhaltung bei Knorpelschaden
Knorpeltransplantationen werden mittlerweile seit bald 20 Jahren
durchgeführt.
Für kleinere Defekte in der Gelenkoberfläche eignet
sich die Übertragung
von Knorpel-Knochenzylindern, die soge-
nannte Mosaikplastik oder OATS.
Seit Ende 2003 steht uns die sogenannte ACT (autologe Chondro-
zytentransplantation)
als 3-D-Matrix zur Verfügung. Während zuvor
im Labor aus kleinen Knorpelstückchen gezüchtete Zellsuspensio-
nen
unter ein Knochenhautläppchen in den Defekt eingespritzt wur-
den,
erfolgt heute die Zellzüchtung in einer dreidimensionalen
Trä-
deckenden Membran und einem darunter
liegenden Schwamm, der
speziell für die Aufnahme von Knorpelzellen
geeignet ist. In diese
Matrix werden zuvor gezüchtete Knorpelzellen
des jeweiligen Pa-
tienten eingebracht. Man kann nach entsprechender
Vorbereitung
des Gelenkknorpeldefekts diese Matrix einpflanzen.
Neu an diesem Verfahren
• Auch größere und ungünstig gelegene Defekte
können
jetzt ver-
sorgt werden, zum Beispiel am Rand der Gelenkfläche
oder weit im
hinteren Gelenkraum.
• Defektgrößen von über 20 qcm sind damit
behandelbar.
• Teilbelastung ist schon unmittelbar nach der Operation möglich,
Vollbelastung wird nach 6 – 8 Wochen erreicht (bisher
12 Wochen)
•
In einigen Fällen lässt sich sogar das Einsetzen
eines künstlichen-
Gelenks vermeiden, man spricht deswegen zu Recht
von einer Bio-
prothese.
Die EU-rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung
der Knor-
peltransplantation sind mittlerweile sehr hoch angesetzt.
Dr. Michael
Magin verfügt über die erforderliche Qualifikation und besitzt
die Zu-
lassung zur Durchführung für diese innovative Technik.
Hergestellt wird die 3-D-Matrix unter der Bezeichnung Novocart® 3D
von der Fa. Tetec. Mittlerweile
konnten mehrere hundert Patienten mit
großem
Erfolg von dieser zukunftsweisenden Behandlungsmethode
profitieren.











