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Knieschmerzen - Ursache und Behandlung

Gehen die Knorpelüberzüge durch Abnutzung oder infolge einer
Gelenkerkrankung verloren, kommt es zu Belastungs- und Bewe-
gungsschmerzen. Der Knorpel verliert dabei seine Elastizität, wird
spröde, splittert auf und geht schließlich zugrunde. Diesen Prozeß
der Knorpelschädigung nennt man Arthrose. In fortgeschrittenen
Stadien wird schließlich auch der Knochen abgeschliffen, der infol-
ge der ständigen mechanischen Überbelastung mit überschießen-
den Knochenwucherungen ("Knochennasen") reagiert. Vor allem
die großen Gelenke der unteren Gliedmaßen, wie z.B. das Kniege-
lenk, werden häufig von Arthrose betroffen, da diese durch das Kör-
pergewicht größten mechanischen Belastungen ausgesetzt sind.

Fehlstellungen und damit verbundene Fehlbelastungen können
ebenfalls zu einer Abnutzung des Knorpels führen. Beispiele hier-
ür sind die sog. O-Beine und X-Beine, bei denen ein einseitiger
Verschleiß auftritt.
O-Bein: diese Fehlstellung begünstigt die Abnutzung der nach in-
neren gelegenen Gelenkseite (Arthrose des inneren Gelenkspalts.
X-Bein: in diesem Fall kommt es zur Überbelastung, und demzufol-
ge zum Verschleiß der nach außen gelegenen Gelenkseite (Arthro-
se des äußeren Gelenkspalts). Als Arthrose wird im allgemeinen
die degenerative (verschleißende) Gelenkerkrankung verschieden-
ster Ursache bezeichnet, einschließlich Arthritis.

Knieschmerzen behandeln

Knieschmerzen können vielfältige Ursachen haben, wie Knorpel-
schäden
, Meniskusrisse, Sehnenansatzbeschwerden, Überlastung,
Instabilität nach Bandverletzungen, rheumatische Erkrankungen.
Die richtige Behandlung setzt die richtige Diagnosestellung voraus.
Über 90% der Erkrankungen können durch sorgfältige Befragung
und Untersuchung des Patienten, sowie eine Röntgenaufnahme
erkannt werden. Die restlichen 10% erfordern Zusatzuntersuchun-
gen, wie das Kernspin-Tomogramm (MRT). Neben konservativer
Behandlung, wie Verbänden, vorübergehende Ruhigstellung, ört-
liche Einspitzungen und Medikamentengabe, können viele Erkran-
kungen durch einen minimal-invasiven Eingriff, nämlich durch Ar-
throskopie
, behandelt werden. Die Arthroskopie ist nicht nur eines
der wichtigsten Diagnosemittel für den Kniegelenkschmerz, son-
dern gleichzeitig auch eine effektive Behandlungsmaßnahme, vor
allem bei Meniskus-und Knorpelschäden, Entzündungen der Ge-
lenkhaut (Synovitis) oder Kreuzbandverletzungen.

Dem Schmerz am Knie zuvorkommen

Eine Kniegelenksprothese kann durch geeignete, rechtzeitige Maß-
nahmen vermieden oder zumindest hinausgezögert werden. Zu
diesen Maßnahmen zählen im Allgemeinen eine entsprechende,
ausreichende Bewegung des Gelenks und im Speziellen die Be-
handlung von Risikofaktoren wie:
- Fehlstellungen (X- oder O-Beine)
- Meniskus- und Knorpelschäden
- Instabilitäten (Kreuzband)


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Orthopädische Chirurgie am Knie

Arthrose am Knie
Gelenkknorpelschaden
Kreuzbandriß/ Kreuzbandplastik
Knie-Endoprothetik
Meniskus
Korrektur von X- oder O-Beinen
Arthroskopische Knie-OP




Das Kniegelenk und seine Funktion


knie_anatomieDas Knie bildet das größte Gelenk
im menschlichen Körper. Es setzt
sich zusammen aus dem unteren
Ende des Oberschenkelknochens,
dem oberen Ende des Unterschen-
kelknochens und der Kniescheibe,
welche dem unteren Ende des Ober-
schenkelknochens vorgelagert ist.
Verbunden werden beide Knochen-
enden durch Bänder, die dem Gelenk seine Stabilität
verleihen: je ein Außenband an der rechten und linken
Seite des Knies und zwei Innenbänder, nämlich das
vordere und das hintere Kreuzband in der Mitte des
Gelenks. Die Oberschenkelmuskeln haben Einfluß auf
die Bewegung des Kniegelenks und stärken es.

Die Oberflächen der beiden Knochenenden sowie der
Kniescheibe sind an den Stellen, an welchen sie auf-
einandertreffen, mit einer Gelenkknorpelschicht überzo-
gen. Der Knorpel ist ein außerordentlich gleitfähiges,
festes Gewebe. Ferner befinden sich im Gelenkzwi-
schenraum zwei halbkreisförmige Scheiben aus Binde-
gewebe und Faserknorpel, genannt der Innen- und
der Außenmeniskus, die ebenfalls für Stabilität sorgen,
aber auch Schläge und Stöße abfedern. Die Knochen
des Kniegelenks werden von einer dünnen Gelenk- 
kapsel umgeben, welche in ihrem Inneren von einer
Gelenkhaut überzogen wird, die eine Gleitflüssigkeit
("Gelenkschmiere") produziert. Im gesunden Gelenk
gibt es daher kaum Reibung. Auf diese Weise wird
ein weiches, leichtes Drehen, Strecken und Beugen
ermöglicht, so dass die Bewegungen des Knies beim
Laufen, Radfahren, Treppensteigen etc. problemlos
und schmerzfrei durchführbar ist.