Trigger-Stoßwellen-Therapie
Sogenannte myofasziale Triggerpunkte entwickeln sich durch eine
muskuläre Dysfunktion auf der Ebene der sogenannten motorischen
Endplatte und der sarkoplasmatischen Reticula. Dadurch entsteht
eine langdauernde lokale Muskelkontraktion, die durch den Energie-
verbrauch (durch die Kontraktion) und die Kompression der regiona-
len Blutgefäße zu einer Hypoxie (Sauerstoffnot) führt, welche wiede-
rum Schmerzen veursacht.
Triggerpunkte können getastet und in der Tiefe auch exakt geortet
werden. Durch die Einleitung fokussierter Stoßwellen gelingt es, die
Kontraktur der Muskelfasern zu lösen und die Muskeldurchblutung
zu verbessern. Dadurch wird das Gewebe wieder ausreichend mit
Sauerstoff versorgt und der Schmerz baut sich ab. Gerade bei die-
sem Behandlungsverfahren ist der sogenannte biologische Feed-
back wichtig, bei dem der Ort des Behandlungsfokus durch die Rückmeldung des Patienten eingekreist und optimiert wird.
Bedingt durch die Tatsache, dass Muskelfasern sehr lang sind, kann
der Triggerpunkt oft an einer weit vom empfundenen Schmerzgebiet
entfernten Stelle liegen. Dies betrifft sowohl die Wirbelsäule, wie auch
die Extremitäten. Auch bei frischen Muskelverletzungen kommt es zur muskulären Dysbalance, die mit der fokussierten Stoßwellenbehand-
lung reguliert werden kann. Dadurch kommt es zu einer schnelleren
Rückbildung von Schmerzen und zur rascheren Funktionsverbesse-
rung. Je nach Krankheitsbild werden 3–10 Behandlungen im Abstand
von 4–8 Tagen erforderlich.